DAS SYSTEM DER VERITA-STIMMENANALYSE

Allgemeines

Das System der Stimmenanalyse wurde 1997 in Israel zu staatlichen Sicherheitszwecken entwickelt.

Heute werden Geräte zur Stimmenanalyse hergestellt, die sowohl für behördliche als auch für zivile Märkte gemacht sind. Sie basieren auf Emotionserkennung durch die Stimme, optimieren den Prozess der Wahrheitsüberprüfung, erkennen böswillige Absichten und bieten Risikobewertungen.

Funktionsweise

Verita - Stimmenanalyse besteht aus einer Reihe einzigartiger Signalverarbeitungsalgorithmen, die verschiedene Typen der Betonung, kognitive Prozesse und emotionale Reaktionen identifizieren. 129 stimmliche Parameter werden verwendet um kleinste, unwillkürliche Änderungen in der Wellenform der Sprache zu entdecken, zu messen und so das Fundament zu schaffen, um das emotionale Profil des Sprechers zu identifizieren.

Durch diese „emotionale Unterschrift“ unter der momentanen Aussage einer Person besteht für das System die Möglichkeit, irreführende Motivation, kriminelle oder betrügerische Absicht genauso wie Vertrauenswürdigkeit oder Glaubhaftigkeit zu erkennen.

Einsatzgebiete

Typische Einsatzgebiete für Verita zur Betrugsaufklärung sind:

  • Entlastung von Verdacht

  • Überprüfung von Zeugenaussagen

  • Erlangen von Hinweisen auf Täterschaft in einer begrenzten Gruppe

  • Dopingkontrolle

  • Unterstützung bei der Personalauswahl

  • Flughafenkontrollen (Schmuggel, Terrorismus)

  • Vermeidung/Aufdeckung von Versicherungsbetrug

  • Ehestreitigkeiten

VERGLEICH LÜGENDETEKTOR/STIMMENANALYSE

Was ist ein Lügendetektor?

Als Lügendetektor bezeichnet man ein technisches Gerät, das aufgrund verschiedener Körperreaktionen den Wahrheitsgehalt einer Aussage beurteilt.

Der Lügendetektor, oft auch als Polygraph bezeichnet, macht anhand von graphischen oder textierten Aufzeichnungen Stress, Angst, Verunsicherung, Aufregung und ähnliches sichtbar.

Lügendetektoren verlangen die körperliche Anwesenheit und Kontakt der Testperson mit dem Gerät.

Wie arbeitet die Stimmenanalyse?

Verita misst die Emotionen, die bei einer Person entstehen, während sie spricht.

Gibt nun eine Person eine Lüge von sich, so entwickeln sich ganz spezielle Gefühle. Die Stimme der Testperson wird analysiert, die Emotionen werden über eine Vielzahl von Faktoren „sichtbar“ gemacht. Das System in Kombination mit dem ausgebildeten Anwender kann über diese Faktoren nun darauf schließen, ob es sich bei einer Aussage um Lüge oder Wahrheit handelt.

Die Vorteile der Stimmenanalyse

Im Gegensatz zu herkömmlichen Polygraphen die von geübten Personen zwar nicht einfach, aber doch überlistet werden können, ist die Verita-Stimmenanalyse noch wesentlich schwieriger zu täuschen.

Die Technologie ermöglicht das direkte Austesten einer Person in deren Gegenwart, aber auch die Analyse von Telefongesprächen oder aufgezeichnetem Material. Der Test im persönlichen Gespräch ist jedoch zu bevorzugen, da hier auf das Gesagte besser eingegangen und nachgefragt werden kann.

Die Testperson muss sich nicht dem unangenehmen Gefühl hingeben, an eine Maschine „angeschlossen“ zu sein, es ist lediglich erforderlich in ein Mikrophon zu sprechen. Die Sprache ist hierbei unrelevant.

Weiters können bei dieser Art der Lügenerkennung emotionale Filter gesetzt werden die verschiedene, in einer Testsituation auftretende, für das Ergebnis aber unerhebliche Gemütszustände ausfiltern können. So kann ein noch genaueres Ergebnis erzielt werden.